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Bezirksgottesdienst im Aachener EurogressSonntag, 11.04.2010
Am 11. April 2010 hielt Apostel Franz-Wilhelm Otten einen Gottesdienst für die Glaubensgeschwister des Bezirks Aachen im Eurogress. In diesem beauftragte er einen neuen Vorsteher und ordinierte zwei Priester.
Als Grundlage diente der zweite Brief an die Korinther 4,14: „Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch.“
Erweckungskräfte in uns
Apostel Otten blickte zunächst auf das vergangene Osterfest zurück. Jesu Auferstehung sei ein bis dato einmaliges Erlebnis gewesen, ermöglicht durch seine Überwindungskraft über den Tod. Apostel Otten erläuterte, dass das in dem Bibelverse erwähnte Wissen über die Auferweckung stärker sei als die bloße Hoffnung. Wissen gebe uns Sicherheit, darauf wollen wir unser Leben stützen und alles aufbauen. „Wer wird bei der Auferstehung dabei sein?“ fragte Apostel Otten und gab gleich die Antwort: diejenigen, die sich bereits heute auferwecken lassen durch Wort und Wirken Gottes. Dazu bedürfe es stetiger Vorbereitung und Anwendung der Überwindungskraft. „Lasst uns das göttliche Leben in uns aktivieren!“ rief Apostel Otten der Gemeinde zu:
- Intensives Gebetsleben: bei täglichen Gebeten entstehe eine gewisse Gefahr der Gleichförmigkeit. „Das Gebet ist ein Geschenk Gottes“, hielt Apostel Otten dagegen, es ermögliche ein tiefgreifendes Gespräch mit Gott, das uns auch Schutz vor Anfechtungen biete.
- Große Liebe untereinander: in unserem gemeinsamen Leben gehe so manches schief, und gerade in der heutigen Zeit poche man dann gerne auf sein Recht. Nehmen wir doch Jesu Liebe als Vorbild und begegnen unserem Nächsten mit Liebe.
- Starker Glaube: Apostel Otten riet dazu, alles immer auch unter dem Blickwinkel unseres Glaubens zu betrachten, denn wir nähmen alles aus Gottes Hand und wollten letztlich zu ihm geführt werden.
- Bekennermut: "Haben wir diesen nicht manchmal verloren?", fragte der Apostel. Wir seien uns unseres Zieles bewusst. Auf diesem Weg sollten wir von unserem Glauben abgeben an Menschen, die nach Orientierung in ihrem Leben suchen.
- Mitarbeit in der Gemeinde: ein jeder könne sich mit einbringen und solle sich nicht darauf verlassen, dass die Arbeit schon irgendwie getan werde. Eine Gemeinde funktioniere wie ein Körper, der nur gesund sein könne, wenn alle Körperteile funktionieren und zusammenarbeiten.
Wenn wir dies alles in uns erwecken könnten, so schloss der Apostel, hätten wir schließlich das Ziel erreicht und stünden vor Gott.
Im Anschluss folgten noch kurze Beiträge. Hirte Hans-Joachim Bartsch, der nun zum letzten Mal die Predigt ergänzen sollte, blickte dankend auf seine Zeit als Amtsträger zurück. Halt gegeben habe ihm das Bibelwort Markus 5, 36, das er zu Beginn seiner Beauftragung als Vorsteher erhalten habe: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Gott helfe, wenn wir ihn brauchen. Hirte Bartsch schloss mit der Frage: „Helfen wir ihm umgekehrt auch, wenn er uns braucht?“
Bischof Rainer Sommer ging auf das Bild der Gemeinde ein, die aus Menschen mit vielen unterschiedlichen Eigenschaften bestehe. Alle aber würden geeint durch die Liebe, die die Unterschiede bedecke und eine gemeinsame Kraft erzeuge. „Wenn die Kraft sichtbar wird in der Gemeinde“, so folgerte der Bischof, „kann Großes entstehen.“
Vorsteherwechsel
Nach dem gemeinsamen Erleben des Heiligen Abendmahls setzte Apostel Otten den Hirten Bartsch in den Ruhestand und entband ihn von seiner Aufgabe als Vorsteher. Hans-Joachim Bartsch hatte über 40 Jahre lang verschiedene Ämter in der Neuapostolischen Kirche getragen, als Hirte war er seit Juni 2003 tätig. Darüber hinaus diente er seit Februar 2002 als Vorsteher der Gemeinde Aachen-West und für anderthalb Jahre der Gemeinde Aachen-Walheim, bis diese aufgelöst wurde. Apostel Otten zog den schönen Schlussstrich unter seine langjährige Mitwirkung in der Kirche: „Die Demut deines Herzens hat dich groß gemacht.“
Anschließend wurde die Beauftragung als Vorsteher für die Gemeinde Aachen-West an Stefan Jobes weitergereicht, der seit Juni 2001 als Priester in der Gemeinde Aachen-Mitte wirkt. Als Unterstützung für seine neue Beauftragung erhielt Priester Jobes das Bibelwort Johannes 8, 29 an die Hand: „Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.“
Zum Schluss des Gottesdienstes ordinierte Apostel Otten zwei neue Priester für die Gemeinde Aachen-Mitte.
Text: Marco Köhl, Fotos: Hans Schmitz, Wolfgang Dorsel