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Bischof Sommer in KohlscheidSamstag, 19.07.2008
Am Mittwoch, den 16. Juli 2008, diente Bischof Rainer Sommer der Gemeinde Kohlscheid.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Jeremia 1, Vers 11: „Und es geschah des Herrn Wort zu mir: Jeremia, was siehst du?“
Bischof Sommer hob zu Beginn die persönliche Ansprache im Bibelvers und die zwei Seiten der Fragestellung hervor.
Wir sollen uns fragen lassen von Gott und uns Zeit für eine Standortbestimmung nehmen, aber Gott auch nach Rat und Wegweisung bei Entscheidungen und Problemen fragen.
Ein weiterer Aspekt sei es, das Wesentliche und für die Vollendung Wichtige zu erkennen und in die Tiefe zu sehen, nicht beim Betrachten der Oberfläche zu verharren. Wir sollen das Schöne bewundern, aber auch die Augen nicht vor dem Leid verschließen, welches unsere Augen sehen.
Weiterhin empfahl der Bischof den Anwesenden, dem Nächsten in die Augen zu sehen und Interesse für ihn und seine Situation zu zeigen.
Weitere Aspekte verdeutlichte Bischof Sommer anhand vier weiterer Bibelzitate, welche das Wort „sehen/siehe“ enthalten:
- 1. Mose, 1, 31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“.
Wir sollen auf Getanes zurückschauen, dies kritisch betrachten, aber uns auch daran erfreuen. - Matth. 28, aus Vers 20: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Diese Zusage könne schon heute erlebt werden, die Gegenwart Gottes müsse Auswirkungen auf uns haben. - 2. Korinther 4, 18: „Uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“
Unser Herzens-“Auge“ solle nicht auf das Endliche, die irdische Trübsal, sondern auf das Ewige, das Unsichtbare schauen; aus diesem Blickwinkel sollen wir Prioritäten setzen und zuerst nach dem Reiche Gottes trachten. - Off. 22, 12: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind“
Die Entwicklungen im Werk Gottes sollen sichtbar sein; wir sollen füreinander beten, einander helfen, in der Erwartung stehen und dies durch Taten bezeugen.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl und mit Blick auf die rechte Versöhnungsbereitschaft riet Bischof Sommer, auch einmal den Blickwinkel des Anderen zu beachten und uns in seine Lage zu versetzen. Dadurch wachse Verständnis, und die notwendige Vergebung werde erleichtert.
mga