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Kindergottesdienst in AldenhovenMontag, 18.08.2008

Dienstleiter: Hirte Bör

Lukas 11, 1: Und es begab sich, dass er an einem Ort war und betete. Als er aufgehört hatte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.

Am Anfang seiner Predigt sprach Hirte Bör anhand einiger Beispiele über vier Säulen des Gebets: Anbetung, Dank, Bitten und Fürbitten.
 


Die Geschichte einer Gebetserhörung aus dem Alten Testament trugen im Wechsel Rebecca aus Stolberg und Fabian aus Aldenhoven vor.

Hannas Gebet (1.Samuel 1.2)

In Rama in Israel lebt ein Mann, er heißt Elkana. Er hat zwei Frauen; Hanna und Peninna. Peninna hat Kinder, Hanna hat keine Kinder.
Jedes Jahr zieht Elkana mit seiner Familie nach Silo, um dort Gott ein Opfer zu bringen. Dann gibt er Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Stücke vom Opferfleisch. Auch Hanna gibt er ein besonderes Stück vom Opferfleisch. Elkana hat Hanna lieb.

Peninna kränkt und ärgert Hanna sehr, weil sie keine Kinder bekommen kann. Dann weint Hanna und isst nichts.
Elkana ihr Mann sagt zu ihr: „Hanna, warum weinst du und warum isst du nichts? Und warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?“

Als sie wieder einmal in Silo sind, geht Hanna zum Haus des Herrn. Hanna ist traurig und betet zu Gott: „Herr, sieh doch das Elend deiner Magd an und denk an mich. Vergiss deine Magd nicht, schenk mir einen Sohn. Ich werde ihn dir auch wiedergeben. Er soll dein Diener sein.“
Eli, der Hohepriester, sitzt auf einem Stuhl an der Tür des Tempels und beobachtet Hanna. Hanna betet still, nur ihre Lippen bewegen sich.
Da meint Eli, dass sie betrunken ist und sagt zu ihr: „Wie lange willst du betrunken sein?“

Hanna antwortet: „Ich habe nichts getrunken. Ich bin traurig. Ich habe vor Gott mein Herz ausgeschüttet.“ 

Eli sagt: „Geh hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an Ihn gerichtet hast.“ 

Hanna geht wieder zu den anderen. Sie isst etwas und ist nicht mehr so traurig. Am nächsten Morgen machen sie sich früh auf und ziehen wieder nach Hause.

Gott vergisst Hanna nicht; sie bekommt einen Sohn, den sie Samuel nennt – das bedeutet: Erhört von Gott.

***

Hirte Bör führte aus: Die Geschichte zeigt, dass Hanna viel Mut und auch Glauben einsetzte, denn in der Zeit des Alten Testamentes war es nicht üblich, dass Frauen öffentlich zu Gott beteten. Es wird aber auch deutlich, dass Gott Hanna erhörte und ihre Bitte erfüllte.

  • Gott sieht nicht die Person an, sondern die Einstellung, mit der ein Gebet vorgetragen wird. ·       
  • Gott hört das stille Beten, das sonst niemand hört.

Dies ist nur ein Beispiel einer Gebetserhörung, jeder von uns kann persönliche Erfahrungen mit Gebeten machen. Das ist wichtig für unser Glaubensleben, weil wir im Gebet Gott erleben, mit ihm sprechen. 

Im weiteren Verlauf wurde deutlich gemacht, es kommt auf die innere Haltung beim Beten an, nicht auf äußere Formen. Und trotzdem kennen wir auch bestimmte Körperhaltungen, wenn wir beten. Beispiele dazu zeigten uns mit ein paar Folien und Erklärungen am Tageslichtprojektor Mona und Katharina aus Kohlscheid.:

  1. Nach orientalischen Hofsitten warf sich der Untertan vor seinem Herrscher auf das Angesicht. Er lag in voller Länge vor seinem König, bis der ihn aufhab, oder im erlaubte aufzustehen. Diese Haltung wird auch als Gebetshaltung in der Heiligen Schrift im Alten Testament erwähnt.  Auch das Knien war beim Hofleben des Orients bekannt. Es drückt die Demut des Beters aus. Im Alten und Neuen Testament wird davon berichtet.
  2. Häufig wurde auch im Stehen gebetet. Man streckte die geöffneten Hände in die Höhe, bereit zum Empfang des göttlichen Segens.
  3. Die Geste des Händefaltens kommt erst in germanischer Zeit auf. Sie drückt ursprünglich das Versprechen von Treue und gehorsam aus.

(Beschreibungen aus dem Lexikon zur Bibel zum Thema Beten – Gebetshaltungen)

Abschließend ging Hirte Bör auf das „Unser Vater“ ein und betonte, dass dieses Gebet das einzige Gebet in unserer Kirche ist, das von allen gemeinsam vor der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls gesprochen wird. Den Kindern wurde die Bedeutung dieses Gebetes noch einmal besonders bewusst gemacht, bevor sie es mit der gesamten Gemeinde beteten.

Hilma Dietz