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Bischof Sommer in WürselenSamstag, 20.06.2009

Am Mittwoch, den 17. Juni 2009, besuchte Bischof Rainer Sommer die Gemeinde Würselen und leitete dort den Gottesdienst.


Zur Grundlage der Predigt diente der Bibelvers aus dem Evangelium nach Johannes 16, 28: "Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater."
Bischof Sommer beschrieb diese Worte, welche Jesu an seine Jünger richtete, als knappen Lebenslauf Jesus Christi. Sie verdeutlichen den Kreislauf seines Lebens: Jesus kam von Gott und wurde in diese Welt hinein geboren. Hier wirkte er eine zeitlang, um dann durch seine Himmelfahrt wieder zu seinem Vater zurückzukehren.

Bischof Sommer verglich diesen Kreislauf mit unserem Leben: Durch den Empfang des Heiligen Geistes erhalten auch wir das Leben von Gott. Wir glauben daran, dass wenn wir sterben, unsere unsterbliche Seele zu ihm zurückkehrt und wir dort ewig leben. Daher sprechen wir auch von "Heimgang". Machen wir uns immer bewusst, dass wir unsterbliches, göttliches Leben in uns tragen, das wieder zu ihm zurückkehren wird.

Bischof Sommer ging weiter auf den Begriff "Welt" ein, der im biblischen Sinn "Raum fern von Gott" bedeute. Eine Grundvoraussetzung, um zu Gott zurückkehren zu können, ist das Lösen von dieser Welt. Dies muss nicht kurz vor dem Tod geschehen. Bereits jetzt sollten wir Abstand nehmen.
Der Bischof nannte einige Merkmale dieser Welt, von denen es sich zu lösen gelte:

  • Götzendienst findet dann statt, wenn wir neben Gott andere, ähnlich hohe Wertvorstellungen haben, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Wir wollen jedoch ganz alleine Gott vertrauen.
  • Hochmut stellt sich dann ein, wenn wir Gottes Entscheidungen anfechten und Gott unsere eigenen Vorstellungen aufzudrücken versuchen. Wir wollen demütig sein. Denn dem Hochmütigen trotzt Gott, dem Demütigen schenkt er Gnade.

mko