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Versiegelung durch den Bezirksapostel in StolbergFreitag, 27.02.2009
Am 22. Februar 2009 besuchte Armin Brinkmann, Leiter der Gebietskirche NRW, die Gemeinde Stolberg. Im Rahmen des Gottesdienstes, zu welchem auch die Mitglieder der Gemeinden Aachen-Brand und -Walheim eingeladen waren, führte er eine Versiegelung durch.
Der Predigt des Bezirksapostels lag das Bibelwort aus Johannes 10, 9 zugrunde: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“
Der Bezirksapostel begrüßte die Gemeinde zu Beginn seiner Predigt. Es sei Sonntag, wir seien im Haus Gottes, wo wir hingehörten. Er machte deutlich, dass dies ein Ort der Gnade sei, an dem keine Rechenschaft abgelegt werden müsse, sondern die innere Verbundenheit mit Gott genüge. Er zeigte ein Beispiel aus der Bibel auf, das deutlich mache, dass weniger äußerliche Umstände als vielmehr die innere Einstellung notwendig sei, um Hilfe zu erfahren: Als der Lahme durch das Dach eines Hauses gelassen wurde (Markus 2,1), spielte der verursachte Schaden keine Rolle, auch die Krankheit selber stand nicht im Vordergrund. Ausschlaggebender Maßstab für Jesus war der Glaube der vier Helfer.
Bezirksapostel Brinkmann stellte der Gemeinde die Frage, haben wir einen festen und unerschütterlichen Glauben oder sind wir auf die irdischen Verhältnisse ausrichtet? Es sei richtig, unterschiedliche Erwartungen an das Leben zu haben, im Vordergrund müsse jedoch Zustand und Reife der Seele stehen.
Ich bin die Tür
Mit Blick auf den nahenden Gottesdienst zum Gedenken der Entschlafenen wies Bezirksapostel Brinkmann darauf hin, dass uns die Verhältnisse im Jenseits unbekannt seien. Jedoch seien auch dort durch das Erkennen der unsterblichen Seele und Jesus Christus als „die Tür“ Änderungen möglich. Die Funktion Jesus erkannte schon Nikodemus, der ihn als „Lehrer, von Gott gekommen“ (Johannes 3, 2) ansprach. Johannes der Täufer bezeichnete ihn als das Lamm Gottes, das die Sünden der Menschen tragen werde. Der Bezirksapostel wies darauf hin, dass Christus mehr als nur ein Name sei, sondern auch Heiland, Erlöser, Sohn Gottes und Weg zu Gott bedeute. Diese Erkenntnis sei nötig, um die Tür zu finden.
Durch die Tür gehen
Johannes der Täufer und der reiche Jüngling erkannten zwar Jesus Christus, hätten aber nicht den Mut gehabt, die Tür zu durch schreiten. Dies aber bedeute Nachfolge des Herrn. Es setze voraus, sich von alten Vorstellungen zu lösen und stattdessen die Vollkommenheit der Seele anzustreben. In unserem Umfeld sei oftmals die rechte Erkenntnis Jesus Christus vorhanden, jedoch werde selten das Leben auf das Evangelium aufgebaut.
Seligkeit in Jesus
Wer die Türe Jesus letztlich durchschreite, erlebe die Seligkeit in Jesus. Bezirksapostel Brinkmann stellte der Gemeinde die Fragen: Wie selig fühlen wir uns nach den Gottesdiensten? Sehen wir anschließend über die Schwächen anderer hinweg? Die Seligkeit sei Frieden in Jesus Christus, nicht endende Freude und ein angstfreies Leben. Er forderte alle auf, auch bei Zweifel, Anfechtungen und Sorge in Jesus zu bleiben.
In Jesus könnten wir uns frei bewegen. Dies sei für unsere Sichtweise eine Selbstverständlichkeit. Für Seelen, gebunden durch fremde Geister, sei dies jedoch nicht möglich.
Im Anschluss der Predigt spendete Bezirksapostel Brinkmann das Sakrament der Heiligen Versiegelung einem neuen Mitglied der Gemeinde Stolberg.
Marco Köhl