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Karfreitag mit Apostel Otten in EilendorfDonnerstag, 16.04.2009

Am Karfreitag, den 10. April 2009, hielt Apostel Dr. Franz-Wilhelm Otten den Gottesdienst in der Gemeinde Aachen-Eilendorf. Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war die Heilige Versiegelung dreier Seelen.


Musikalisch wurde der Gottesdienst vom gemischen Chor Ars Cantata umrahmt.

Apostel Otten begrüßte die Gemeinde am Gedenktag des Opfers Christi und fasste die Ereignisse um den Karfreitag zusammen:
In seinen letzten Jahren lehrte Jesus und verkündigte fortwährend den Zweck seines Daseins und seiner endgültigen Aufgabe als Opfer für die Menschheit.
Am Karfreitag verdichteten sich die Ereignisse. Apostel Otten erinnerte an die Enttäuschung der Jünger, der Verurteilung Jesu durch den Hohen Rat, die Demütigungen am Kreuz und Jesu letzte Worte: "Es ist vollbracht".
Grundlage des Gottesdienstes waren Teile des Bibelwortes aus Kolosser 1, 21-22: "Auch euch hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle;"

Welche Bedeutung hat das Opfer Christi für uns? Apostel Otten erinnerte daran, dass Satan und die Hölle durch das Opfer Christi für alle Zeiten überwunden wurden. Selbst am Kreuz war Jesus voller Liebe für die Menschen, ein Ausdruck für die Dimension seiner Tat. Erst durch diese wurde die Möglichkeit geschaffen, die Sünden der Menschen aller Zeiten zu vergeben.
Unsere Aufgabe ist es, dem gelegten Weg zu folgen, den er uns vorgelebt hat. Unserer Dankbarkeit können wir durch Opfer Ausdruck geben: Zeit, Kraft und auch durch materielle Unterstützung. Dieser Weg führt schließlich zu Gott. Insofern hat jeder Mensch einen persönlichen Bezug zum Opfer Christi.

Apostel Otten ging weiter auf das Bibelwort ein und erläuterte die Bedeutung, heilig und makellos und untadelig vor Gott zu stehen.
Heiligkeit nicht anzustreben vergrößert die Gefahr, durch äußere Einflüsse vom Weg abgedrängt zu werden. Wir sollen die Gnade Gottes suchen und den Willen zeigen, den von Jesus vorgelebten Weg zu gehen. Dies ziehe auch eine gelegentliche Absonderung vom Alltag nach sich. Dadurch kann Wichtiges erkannt und der richtige Weg gefunden werden. In gewisser Weise stellte auch die kurzzeitige Blindheit des Saulus eine solche, notwendige Absonderung dar.
Ein makelloser Zustand bedeutet eine sündlose Seele. Eine andauernde, vollkommene Sündlosigkeit lässt sich für uns Menschen nicht erreichen, jedoch sollen wir uns bemühen, die Sünde zu meiden. Wenn wir Distanz zu sündhaftem Lebenswandel aufbauen, wird die Versuchung vermindert. Apostel Otten nannte als Beispiel heutiger Sünden die Lieblosigkeit zum Nächsten. Distanz zu dieser Sünde können wir aufbauen, indem wir verstärkt gute Eigenschaften bei unseren Nächsten suchen und hervorheben.
Jesus tadelte die Menschen einst: „wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!” (Mat 23, 37). Wir wollen Jesus annehmen und unsere Lebenseinstellung nach seinem Vorbild ändern. Dadurch erlangen wir letztlich die angestrebte Untadeligkeit.

Nach dem Gottesdienst spendete Apostel Otten drei Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Außerdem wurde Franz-Xaver Klinkenberg als Priester für die Gemeinde Herzogenrath-Kohlscheid bestätigt. Priester Klinkenberg wurde von Apostel Otten vor etwa einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amtsauftrag freigestellt.

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Text: Marco Köhl, Fotos: SSc