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Bischof Sommer hält Nachmittags-Gottesdienst in JülichDienstag, 01.06.2010

Am Sonntag, den 30. Mai 2010, besuchte Bischof Rainer Sommer zur ungewohnten Nachmittagszeit die Gemeinde Jülich und leitete dort den Gottesdienst. Beschlossen wurde der Nachmittag in geselligem Zusammensein der Gemeindemitglieder.


Bischof Rainer Sommer legte seiner Predigt das Grußwort des Stammapostels aus dem Pfingstgottesdienst zu Grunde: (Hebräer 12, 1) „Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist.“
Rainer Sommer hob hervor, dass der Gedanke an Wettkampf nicht jedem angenehm sei. Jedoch sei uns der Kampf bestimmt und am Ende stehe als lohnenswertes Ziel das neue Jerusalem, wie es in Offenbarung 21, 10 beschrieben stehe. „Wir sind berufen“, so tröstete der Dienstleiter, „diesen Kampf zu überstehen und das Ziel zu erreichen.“
Im Kampf, so erläuterte Bischof Sommer weiter, wirken Kräfte gegen uns, so zum Beispiel die Sünde. Diese kann wie viele dünne Fäden wirken, die in großer Anzahl verstricken und dann nur noch schwer zu lösen seien. Auf der anderen Seite können wir jedoch die Opferkraft nutzen, um die Sünde zu überwinden und aufzustehen, wenn wir einmal auf unserem Weg gefallen seien. „Lasst uns den Kampf aufnehmen“, riet der Bischof eindringlich.
Ein Sportler plane vor seinem Wettkampf, was er brauche um das Ziel zu erreichen und was nicht. "Was tragen wir für Gepäck", fragte Bischof Sommer die Gemeinde. Bevor David gegen Goliath antrat, habe dieser einige gut gemeinte Ratschläge und Hilfen, wie eine Rüstung, erhalten, die ihn nur beschwerten. „David legte alles ab und vertraute allein auf Gott!“ mancherlei Dinge, mit denen wir uns beschäftigen, nagen an unserem Glauben. Diese gelte es abzulegen, so schloss der Bischof, und zwar nicht nur kurzzeitig, sondern dauerhaft.

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Text: Marco Köhl, Fotos: A.Putz