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Bischöfe dienen den Alleinlebenden in Aachen-MitteMittwoch, 16.06.2010
Die Bischöfe Horst Krebs und Rainer Sommer hielten am Sonntagnachmittag des 13. Juni 2010 einen Gottesdienst für die Gruppe der Alleinlebenden des Arbeitsbereiches von Apostel Franz-Wilhelm Otten der Kirche in Aachen-Mitte.
Zu Beginn seiner Predigt verlas Bischof Krebs ein ihm von Apostel Otten übermitteltes Grußwort aus Psalm 55, 23: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.“ Der Bischof riet den Anwesenden, ihre Sorgen und Nöte loszulassen, auf den Herrn zu werfen und auch nicht wieder mit nach Hause zu nehmen. Gott sei immer für den Einzelnen da, und man solle ihm die Art seiner Hilfe überlassen, auch wenn eigene Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen dem entgegen stünden. Auch wenn man sich verlassen und einsam fühle, solle man sicher sein, von Gott begleitet und wenn nötig gar getragen zu sein.
Im Folgenden schlug Bischof Krebs durch den Begriff des Wankens den Bogen zum Bibelvers Hebräer 10, 23, der als Grundlage für den Gottesdienst diente: „Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat.“ Er definierte Wanken als unsicheren, ungeraden und unruhigen Gang. Ein Nebel aus Sorgen, Ängsten und Alltag trübe manches Mal den Blick auf das Glaubensziel, so dass Hoffnung schwinden und Zweifel aufkommen könne. Der Bischof betonte, dass Lebens- und Glaubensweg so eng verwoben seien, dass solcherlei Auswirkungen ganz natürlich seien. Anhand verschiedener Begebenheiten aus der heiligen Schrift sei belegt, dass auch Gottesmänner wie Saul, Johannes der Täufer und Salomo in verschiedenen Situationen zunächst Zweifel hegten. Eine andere Hilfe als die des treuen Gottes sei nicht möglich. „Nur der Glaube funktioniert hier,“ so Bischof Krebs.
In seinem ergänzenden Wortbeitrag unterstrich Bischof Sommer eindringlich die besondere Bedeutung des erwähnten „Bekenntnis der Hoffnung“. Dadurch entstehe Perspektive, Antrieb und Mut auf dem Glaubens- und Lebensweg. Das Gefühl der Nähe Gottes schaffe Trost und Freude. Bezirksältester Ralf Flore aus dem Bezirk Krefeld riet dazu, nicht das Trennende, sondern die Einigkeit im gemeinsamen Ziel, im Evangelium und in der Erwählung Gottes zu sehen, sowie "Lust am Herrn“ zu haben.
Um die Gemeinschaft zu pflegen, gab es vor dem Gottesdienst Kaffee. Nach der Feierstunde waren alle Teilnehmer zu einem ausgiebigen Imbiss eingeladen. Diese Zeit wurde auch für Gesprächskontakte mit den Bischöfen und untereinander genutzt.
Bericht: Michael Gaspar; Bilder: Hans Schmitz