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Apostel Otten in Aachen-WestFreitag, 12.09.2008
Am Donnerstag, dem 11. September 2008, besuchte Apostel Franz-Wilhelm Otten die Gemeinde Aachen-West. Eingeladen waren ebenfalls die Gemeindemitglieder aus Aachen-Brand, für die im Verlaufe des Gottesdienstes ein neuen Vorsteher beauftragt wurde.
Als Grundlage zur Predigt diente das Bibelwort aus dem 1. Brief des Johannes, Kapitel 4, Vers 1:
„Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.“
In seiner Predigt legte Apostel Otten einen ersten Schwerpunkt auf die Anrede „Ihr Lieben, …“. Diese persönliche Anrede des Apostels Johannes dürfen wir auch heute auf uns beziehen. Das möge uns Trost und Freude bringen, weil Gott damit seine Liebe zu uns ausdrückt. Insbesondere bei Belastungenen führe die liebevolle Zuwendung Gottes in neue Kraft hinein (Daniel 10, Vers 11).
In dieser Anrede verborgen stecke auch das Wunder der Erwählung und die Zukunftshoffnung im Versprechen Jesu: „Ich will wiederkommen…“
Das Wort weise ferner auf die Tatsache hin, dass es außer dem Geist Gottes weitere Geister und Geistesströmungen gebe. Diese wollen auch heute Einfluss auf uns nehmen. Darum sei es wichtig, alle Einflüsse zu prüfen, ob sie von Gott sind oder nicht.
Der Apostel zählte drei Prüfkriterien auf:
Zum Einen soll man die geistigen Einflüsse auf ihre Zukunftsorientierung prüfen, zum Zweiten auf ihren Wahrheitsgehalt und schließlich Drittens die Fragen stellen, wohin der Geist führt.
An einigen Beispielen aus dem alten Testament wies der Apostel darauf hin, dass z.B. Eva sich sicher nicht im Klaren darüber gewesen sei, welche Konsequenz ihre Entscheidung hatte, der Schlange Gehör zu schenken. Ebenso hätte sich Kain sicher anders entschieden, wenn er die Folgen seines Tuns bedacht hätte.
Welche Geister können das denn sein? Der Apostel zählte drei auf, wobei er betonte, dass die Reihe sicher beliebig lang fortgesetzt werden könne.
Die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse können sehr einflussreich sein. Esau tauschte sein Erstgeburtsrecht gegen eine Mahlzeit. Erst später erkannte er diese fatale Fehlentscheidung.
Oberflächlichkeit ist ein besonderer Geist dieser Zeit. Prüfen wir uns, ob wir alles mit dem nötigen Tiefgang und der größten Konzentration tun. Am Beispiel unseres Gebetslebens lässt sich dies gut prüfen.
Selbstüberschätzung wurde schon in den Sendschreiben in der Offenbarung des Johannes angesprochen. „Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.“ (Kapitel 3, Vers 17). Als Beispiel zur Selbstprüfung nannte der Apostel die persönliche Einstellung zum Seelsorgebesuch. Jeder frage sich selber, ob er sich über einen Besuch der Seelsorger freue oder ob er denke, dass er das eigentlich nicht brauche.
Am Ende der Predigt entband der Apostel Evangelist Harald Bücken von seinem Auftrag als Vorsteher der Gemeinde Brand und bestätigte ihn in seinem Amt als Evangelist für die Gemeinde Aachen-Mitte.
Priester Bela Kazay wurde anschließend durch den Apostel beauftragt, der Gemeinde Aachen-Brand als Vorsteher zu dienen.
Weitere Bilder (Wolfgang Dorsel)
Peter Jobes