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Bischof Sommer hält Gottesdienst in Aachen WestSonntag, 13.09.2009

Am Donnerstag, den 10. September 2009, hielt Bischof Rainer Sommer den Gottesdienst in der Gemeinde Aachen-West. Seiner Predigt lag das Bibelwort aus 2. Korinther 13, 5 zugrunde: "Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht, prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, das Jesus Christus in euch ist?"


Eingeladen war auch der Bezirksspielkreis, der gemeinsam mit dem Gemeindechor den Gottesdienst musikalisch umrahmte.

Bischof Sommer übertrug die Botschaft des Apostel Paulus auf ein Ereignis des Alltags: Wenn wir vor einem Spiegel stehen, ist der erste Schritt getan, sich sich selbst zu stellen und zu prüfen. Doch dann beginnt die eigentliche Arbeit, die Suche nach Mängeln und deren Beseitigung. Dazu müssen wir uns nicht nur selbstkritisch betrachten sondern auch bereit sein, an uns Veränderungen vorzunehmen.

Schauen wir nicht nur unserer Äußeres an, sondern betrachten wir auch den Lebensraum unseres Glaubens. Es wäre töricht, sich damit zufrieden zu geben, was auf den ersten Blick erkennbar ist. Denn der Lebensraum ist tief und weit und bietet immer Verbesserungsmöglichkeiten.

Bischof Sommer stellte die Frage in den Raum, wie es denn möglich sei, sich selbst im Glauben zu prüfen. Dazu ist die Begegnung mit und Berührung von Gott erforderlich. Dies ist in der Nachfolge zu erleben. Als die Fischer Jesus scheinbar nutzlosen Rat folgten, wiederholt die Netze auszuwerfen, holten sie zwar einen reichen Fang ein, diesen ließen sie jedoch liegen und folgten Jesus in höherer Erkenntnis sofort nach.

Aus der Erkenntnis muss der nächste Schritt sein, unseren Lebensraum zu verbessern. Wenn Mangel erkennbar ist, nach den Ursachen zu suchen. Dabei helfen auch Gespräche mit den Seelsorgern. Wir müssen allzeit bereit sein, uns dem Willen Gottes unterzuordnen.

Bischof Sommer schloss mit dem Beispiel des Petrus, der zur Demut aufrief, damit Gott uns zu seiner Zeit wieder erhöht. Im Gegenzug dürfen wir all unsere Sorgen auf ihn ablegen, denn er sorgt für uns. Bedeutet dies nicht eine gewaltige Erleichterung für die Seele?

Bilder

Bericht: Marco Köhl; Bilder: Wolfgang Dorsel