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Treffen der Bezirksjugend in KohlscheidSonntag, 20.09.2009
Am Sonntag, den 20. September 2009, kam die Bezirksjugend in Kohlscheid zusammen. Der Tag wurde eingeleitet durch einen Gottesdienst mit einem "Gast"-Bezirksevangelist. Im Anschluss genoss man das schöne Wetter beim gemeinsamen Grillen auf dem Kirchengelände.
Überraschungsgast aus Münster
Überraschend leitete Bezirksevangelist Frank Thiel aus Münster den Gottesdienst. Dieser war zuvor bereits einmal vorgesehen, einen Bezirksjugendgottesdienst zu leiten, hatte damals aber kurzfristig absagen müssen. Nun holte er seinen Besuch nach.
Weltfriedenstag
Dem Gottesdienst lag der Bibelvers Psam 119, 47-48 zugrunde: "Ich habe Freude an deinen Geboten, sie sind mir sehr lieb, und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Weisungen."
Zunächst ging der Bezirksevangelist jedoch auf den heutigen "Weltfriedenstag" ein, der aus einer ökumenischen Bewegung heraus entstanden ist. Er erläuterte die Bedeutung des Begriffs "Frieden" anhand verschiedener Ebenen und bewegte so alle Anwesenden, sich intensiv damit zu beschäftigen. Im Anschluss sprach er ein besonderes Gebet zum Frieden in der Welt.
Den Segen erkennen
Dann ging Bezirksevangelist Thiel auf das Bibelwort des Gottesdienstes ein. Der Psalmist schwankt zwischen Extremen: mal preist er Gott voller Dank, mal verzweifelt er daran, wie gut es doch den Gottlosen gehe. Spiegelt dies nicht auch unser gelegentliches Dilemma wieder? Oft kommt uns das Leben nicht gerecht vor, der Segen Gottes scheint manchmal nicht vorhanden. Jedoch, so stellte der Bezirksevangelist dagegen, spiegelt sich Gottes Segen nicht immer im Materiellem wieder. Auch kann unsere begrenzte Wahrnehmung und unsere eigenen Vorstellungen und Erwartungen den Segen manches Mal nicht sofort greifen. Petrus erlitt in seinem Glauben eine große Niederlage, als er Jesus Christus dreimal leugnete. Jedoch ist auch hier im Nachhinein Gottes Segen zu erkennen, fiel es Petrus doch nach diesem Ereignis sehr viel leichter, anderen ihre Schwäche nachzusehen und sie in der Liebe Gottes zu akzeptieren.
Segen durch Gebote und das Evangelium
Der Psalmist stand unter den damaligen Geboten und sprach freudig darüber. Daraus lässt sich schließen, dass er dies nicht zwanghaft tat oder sich eingeengt fühlte. Er empfand das Befolgen der Gebote als wohltuend und erkannte darin den Segen Gottes.
Heutzutage leben wir nicht mehr unter den mosaischen Gesetzen sondern haben das Evangelium Jesus Christus vor Augen. Wenn wir "Gebote" durch "Evangelium" in dem Psalmwort ersetzen, übertragen wir die Aussage auf die heutige Zeit. Das Evangelium gibt Ausrichtung für unser Leben. Es zu befolgen bedeutet, zu lieben und die Sünde zu meiden.
Bezirksevangelist Thiel schloss mit dem Beispiel einer Freitreppe, bei dem das Geländer den Geboten entspricht. Wir brauchen uns nicht immer am Geländer festzuhalten. Aber wenn wir mal Hilfe benötigen, ist es da und gibt uns Halt.
Grillen bei Sonnenschein
Nach dem Gottesdienst ging es zum gemütlichen Teil des Tages über. Auf dem großen Kirchengelände der Gemeinde Kohlscheid luden Pavillons und Sitzgelegenheiten zum geselligen Zusammensein. Fleißige Grillhelfer und Salatzubereiter sorgten für das leibliche Wohl, und die Sonne trug ihren Teil dazu bei, so dass einige Dutzend Jugendliche und Jugendleiter diesen schönen Spätsommertag zusammen genießen konnten.
Text: Marco Köhl, Fotos: Simon Dietz, Andreas Eigenfeld