Aktuelle Informationen aus dem Bezirk
Übersicht
Letzter Gottesdienst in Walheim, Ordination und GemeindeumbennungSamstag, 26.09.2009
Am Donnerstag, den 24. September 2009 fand in Aachen-Walheim der letzte Gottesdienst statt. Neben der Entwidmung des Kirchengebäudes wurden neue Amtsgaben gesetzt und eine neue Gemeinde gebildet.
Apostel Franz-Wilhelm Otten legte dem Gottesdienst die Bibelverse 14 und 15 aus dem Brief des Paulus an die Philipper zugrunde: "Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder"
Eine 87-jährige Gemeindegeschichte
Da dies der letzte Gottesdienst für die Gemeinde Aachen-Walheim sein sollte, zu dem auch die Mitglieder der Gemeinde Aachen-Brand eingeladen waren, ging Apostel Otten zunächst kurz auf die Historie der Gemeinde ein.
Er betonte, dass bereits 1927 durch Diakon Quirin Collette und Priester Josef Quick Zeugnis des wiederaufgerichteten Apostelamtes nach Walheim gebracht wurde. Die ersten Gottesdienste fanden 1976 in Kellerräumen der Familie Olles in Stolberg-Venwegen statt, der erste Vorsteher war Evanglist Otto Dietz, danach folgte als Vorsteher Priester K. Prengel. 1984 wurde dann ein eigenes Kirchengebäude fertig gestellt, die Gemeinde hieß nun Aachen-Walheim. Später dienten als Vorsteher Priester Harald Grau, zuletzt Hirte Hans-Joachim Bartsch.
Der neuen Gemeinde, die zukünftig aus den Mitgliedern der Gemeinde Aachen-Brand und -Walheim bestehen soll, gab Apostel Otten das Bibelwort aus Philemon 6 mit auf den Weg: "..., dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde in Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus."
Die neue Gemeinde soll besondere christliche Merkmale haben: einen starken Glauben, eine eindeutige Erkenntnis des Glaubensziels, fühlbare Liebe untereinander und die Integration aller Mitglieder, so dass alle ihren Platz einnehmen und ihre Aufgaben erfüllen können.
Leben, ohne Murren und Zögern
Dann ging Apostel Otten auf die Verse aus dem Philipperbrief ein. Murren, so erläuterte er, ist äußerlich erkennbare Unzufriedenheit, die wir an schlechten Tagen schonmal in uns tragen. Zweifel erzeugt Zögern in unseren Taten, so dass wir letztlich nicht mutig und vorwärtsgehen. Lasst uns, so der Apostel, nicht murren in diesem letzten Gottesdienst, sondern das Gute darin sehen und den Blick nach vorne, in die Zukunft richten.
Wann immer Murren und Zögern droht, sollten wir einfach mal annehmen, was Gott will, ihm vertrauen und geduldig und demütig abwarten, was die Zukunft bringt. Apostel Otten nannte einige Beispiele, wie wir das mit Gottes Hilfe tun können:
- Glauben, ohne zu zögern, also ohne ständig Beweise von Gott zu fordern. Glauben, ohne zu murren: Das Volk Israel murrte immerzu, selbst nach großartigen Glaubenserlebnissen. Dennoch sollten wir sie nicht verurteilen, sollten uns stattdessen selbst anschauen und uns hinterfragen.
- Gott dienen, ohne zu zögern: Lasst uns unsere Gaben, die wir von Gott erhalten haben, uneingeschränkt für Gott einsetzen, ohne uns zunächst zu fragen "Warum wieder ich?" Lasst uns dienen ohne über fehlende persönliche Anerkennung zu murren.
- Bekennen, ohne zu zögern aus Angst vor der Reaktion Anderer, damit die Gemeinde wachsen und wir anderen Halt im Glauben geben können.
Neue Amtsgaben
Nach der Spendung des Sakraments "Heiligen Abendmahls" dankte Apostel Otten den ehrenamtlichen Seelsorgern der Gemeinde Aachen-Walheim herzlich für ihre Arbeit und ihren Einsatz. Zunächst entband er Hirte Hans-Joachim Bartsch von seiner Beauftragung als Vorsteher dieser Gemeinde; er bleibt weiterhin Vorsteher der Gemeinde Aachen-West. Dann bestätigte er Boris Hamann und in Abwesenheit Robert Carle als Priester und Wilfried Schuldt als Diakon für die Gemeinde Aachen-Brand.
Zudem setzte er auch neue Amtsgaben: Er ordinierte Diakon Simon Dietz zum Priester für die Gemeinde Aachen-Brand und Bernd Weisshaupt zum Diakon für die Gemeinde Aachen-Eilendorf.
Eine neue Gemeinde
Im Abschlussgebet des Gottesdienstes führte Apostel Otten die Profanierung, also die Entwidmung, des Kirchengebäudes in Aachen-Walheim durch. Zukünftig werden in diesem Gebäude also keine kirchlichen Handlungen mehr durchgeführt.
Die Mitglieder der nun geschlossenen Gemeinde besuchten bereits seit dem Sommer andere Gemeinden und wurden nun offiziell der Gemeinde Aachen-Brand hinzugefügt.
Zum Schluss überraschte Apostel Otten die Gottesdienstbesucher mit dem Vorschlag einer Namensänderung: fortan soll die neu zusammengesetzte Gemeinde den Namen Aachen-Süd tragen.
Text: Marco Köhl, Fotos: Wolfgang Dorsel