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Interview mit Apostel Massamba TukuSonntag, 22.11.2009

Nach dem internationalen Gottesdienst in Aachen-Mitte am 22. November 2009 stand Apostel Massamba Tuku aus Sao Tome für ein kurzes Interview zur Verfügung.


Frage: Gibt es eine Unterschied zwischen den Gemeinden in Sao Tome (Afrika) und denen im Aachener Bezirk?

Antwort: Im Grunde gibt es keinen Unterschied. Wir folgen einem Stammapostel. Und unser gemeinsamer Bezirksapostel Armin Brinkmann hat die Gemeinden in Sao Tome mitaufgebaut. Unterschiedlich sind wir nur in der äußeren Entwicklung, in Dingen wie Geographie, Wohlstand und anderen natürlichen Verhältnissen. Im Glauben sind wir alle gleich.
 

F: Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres kommen Adventszeit und das Weihnachtsfest auf uns zu. Wie erleben unsere Glaubensgeschwister in Sao Tome diese Zeit?

A: Weihnachten hat in allen christlichen Kirchen eine große Bedeutung. In Sao Tome ist dies traditionell ein Familienfest. In unseren Gemeinden wird der Geburt Jesu am ersten Weihnachtstag im Gottesdienst gedacht. Wo sich die Möglichkeit schaffen lässt, bleiben die Gemeinden danach zusammen um gemeinsam zu feiern.
 

F: Als Apostel Jesu folgen Sie dem Auftrag Jesu: "gehet hin in alle Welt..." Ist der Wechsel zwischen unterschiedlichen Ländern und Kulturen für Sie eine Belastung?

A: Ich bin in Angola aufgewachsen. Die natürlichen Verhältnisse haben es ergeben, dass ich als Flüchtling in den Kongo kam. Im Auftrage des Stammapostels betreue ich nun die Gemeinden in Sao Tome. Dort bin ich gemäß meinem Amtsauftrag verantwortlich und trage auch die notwendige Organisation alleine. Nach Deutschland haben mich Freunde eingeladen, deren Gast ich sein darf. Ich werde von Ihnen verwöhnt um umsorgt. Den heutigen Gottesdienst habe ich auf die Bitte meiner Freunde hin gehalten. Zusammenfassend lässt sich sagen: an den Kongo habe ich Erinnerungen, Angola ist meine Heimat und ich lebe als Kosmopolit.
 

F: Wenn Sie im Rahmen eines Gottesdienstes Segenshandlungen durchführen, wird der Geist Gottes durch Sie an gläubige Seelen vermittelt. Was empfinden Sie in diesem Moment?

A: Um den Geist Gottes möglichst ungestört wirken zu lassen, versuche ich alles körperliche in den Hintergrund zu stellen. Es ist ein wenig ein Gefühl der Betäubung, aber in diesem Moment ist der Körper unwichtig, alles Wesentliche geschieht auf geistiger Ebene. Besser lässt es sich nicht beschreiben, denn das Wunder Gottes lässt sich nicht mit Worten fassen.
 

F: Wenn Sie Ihre Arbeit als Apostel in ein Leitwort zusammenfassen, wie würde dieses lauten?

A: In Jesus treu bleiben, bis der Herr ruft!
 

F: Haben Sie ein Grußwort für die Glaubensgeschwister, Freunde und Gäste des Bezirks Aachen?

A: Ich liebe Euch so, wie ich jede christliche Seele liebe, die Gott mir in Sao Tome anvertraut hat.

Interview: Wolfgang Dorsel; Übersetzer: Rüdiger Dietz