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Jugend-Auftakt mit Apostel HoyerDienstag, 19.01.2010

Am Sonntag, den 17. Januar 2010, erlebten die Jugendlichen der Bezirke Aachen und Alsdorf den Jahresauftakt-Jugendgottesdienst zusammen in der Gemeinde Aachen-Süd.


Durchgeführt wurde der Gottesdienst von Apostel Wilhelm Hoyer. Ihn begleitete Bischof Manfred Bruns, ein Mitglied des Jugendgremiums der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen. Als Grundlage der Predigt diente der Bibelvers aus Lukas 18, 40-14: „Jesus aber blieb stehen und ließ ihn zu sich führen. Als er aber näher kam, fragte er ihn: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann.”

Apostel Hoyer ging zunächst auf den Vortrag des Jugendchors, gebildet aus Sängern beider Bezirke, ein. Er wünschte, dass die Worte des besungenen 23. Psalms die Herzen der Menschen auf Haiti erreichen und dort Trost spenden könnten. Dann verwies er auf das 13. Kapitel des Lukasevangelium, in dem die Jünger Jesus von den Gräueltaten des Pilatus berichteten. Auch sie fragten sich, wieso Gott dies zulasse? Jesus erwiderte ihnen, dass sie Buße tun sollten.
Das irdische Leben ist nur von kurzer Dauer, niemand weiss, ob es nicht schon am nächsten Tage endet. Darum, so der Apostel, lasst uns Vorsorge treffen, dass unsere Seele auf das ewige Leben danach vorbereitet ist.

Er griff dann die Gedanken des Stammapostels auf, und legte den Jugendlichen noch einmal die Kerngedanken des Gottesdienstes vom vierten Advent nahe:

  • Bleibt beharrlich in Glaubenskämpfen: Es mögen Sinnkrisen aufkommen, in denen wir den Zweck weiteren Betens und Opferns in Frage stellen. Bleibt beharrlich, denn der Herr wird nicht auf Dauer an unseren Herzenswünschen vorübergehen.
  • Bleibt beharrlich in der Gemeindearbeit: Enttäuschungen und Rückschläge können auftreten, denn wir sind alle Menschen mit Stärken und Schwächen. Beharrlich sein bedeutet auch Friedensstifter in der Gemeinde zu sein.

Apostel Hoyer bezog sich dann auf das Textwort. So wie sich Jesus damals dem Blinden näherte, so fragt er uns auch heute: Was kann ich für dich tun, zum Beispiel in diesem neuen Jahr? Was erwarten wir denn von Jesus?
Der Zöllner Zachäus erwartete Besonderes in der Begegnung mit Jesus und kletterte sogar auf einen Baum, um ihn sehen zu können. Wenn wir in den Gottesdienst gehen, tragen auch wir die Erwartung in uns, Jesus zu begegnen. So wie ein Instrument vor einem Konzert gestimmt werden muss, so ist auch eine gewisse Einstellung unserer Seele notwendig. Wenn dann der Heilige Geist wirkt, kann Wunderbares entstehen.
Welch eine schöne Erwartung an Jesus ist der Wunsch, der Alltag möge Gottes Handschrift tragen.

Gleichfalls wollen wir die Frage stellen: Herr, was erwartest du von mir? Von Abraham erwartete Gott, dass dieser ihm seinen Sohn opferte. Auch heute ist der Gott nicht auf unsere bescheidenen Opfergaben angewiesen. Trotzdem wollen wir als Zeichen der Liebe opfern. Noah erhielt den gewaltigen Auftrag, eine Arche zu bauen. Heute bittet uns Gott um die Mitarbeit in seinem Werk und die Gemeinden zu gestalten.

Bischof Bruns, Priester Saballus und Bezirksältester Peter Jobes ergänzten anschließend mit Wortbeiträgen die Predigt.

Nach dem Gottesdienst blieb -bei Kaffee und Gebäck- noch Gelegenheit für Begegnungen zwischen den Jugendlichen, Apostel Hoyer und Bischof Bruns.

Weitere Fotos

Text: Marco Köhl; Fotos: Matthias Olschewsky