Aktuelle Informationen aus dem Bezirk
Übersicht
Bischof Krebs in DürenFreitag, 26.09.2008
Am Donnerstag Abend, den 25. September, besuchte Bischof Horst Krebs die Gemeinde Düren. Eingeladen waren auch die Mitglieder der Gemeinde Jülich. Der GD wurde vom gemischten Chor Ars Cantata musikalisch umrahmt.
Grundlage der Predigt war aus dem Ersten Brief des Johannes, Kapitel 1, Vers 4:
„Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.“
Zunächst jedoch ging Bischof Krebs auf den einleitenden Chorvortrag („Erhaben, o Herr“) ein. Unser Verhältnis zu Gott beruhe auf persönlichen Erlebnissen mit diesem. Gott suchte in der Geschichte immer wieder direkten Kontakt zu den Menschen.
Im Gegensatz dazu beruhe zum Beispiel der Götzenglaube auf Ängsten, hervorgerufen durch unerklärliche Naturerscheinungen.
Unsere persönliche Beziehung zu Gott und das daraus entstehende Vertrauen ermöglichen Loben und Preisen des Herrn.
Anschließend ging Bischof Krebs auf das Wort aus dem Brief an die Hebräer, Kapitel 1, Vers 11 ein, das ihn vor dem Besuch der Gemeinde stark beschäftigte:
„Es ist aber der Glaube eine fest Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“
Wir sollen in allen Situationen Gott glauben und vertrauen, so als sähen wir ihn. Den Glauben zu leben, sei aber nicht immer und für jeden einfach. Er müsse manchmal erneuert werden. Jedoch sei Glaube notwendig, bevor die Überzeugung durch die Erfüllung des Glaubens entstehen könne. Nach Erschütterungen verliere der Mensch Glaube, es entstehe Unsicherheit in der Überzeugung. Der Bischof riet, aufzuhören in solchen Situationen erneut Gott zu suchen, sondern vielmehr sich zu entscheiden, ihn gefunden zu haben und zu vertrauen.
Zuletzt ging Bischof Krebs auf das Wort aus dem Brief des Johannes ein.
Wie oft tragen wir Ängste und Fürchte mit uns durch Alltag, so der Bischof, obwohl wie doch wissen, dass wir Kinder Gottes sind. Vertrauen in Gott bedeute, unsere Ängste und Sorgen loszulassen und uns in die Hände Gottes fallen zu lassen.
Unser Glaube werde ständig geprüft durch die Geister, die nicht von Gott sind. Geisteseinflüsse können wir abwägen durch Einblicke in die Zukunft, die Überprüfung des Wahrheitsgehalts und durch die Betrachtung der Folgen unserer Entscheidungen.
Bischof Krebs schloss mit der Anforderung an die Gemeinde auf, nicht oberflächlich oder gleichgültig zu handeln. Stattdessen sollen wir ernsthaft beten, die Mitarbeit im Werke Gottes zu stärken und die Gottesfurcht behalten.
Marco Köhl