Aktuelle Informationen aus dem Bezirk

Übersicht

Zur Silberhochzeit der Ruf zur Buße !?Dienstag, 17.06.2008

Am Sonntag, dem 15. Juni 2008, hielt Ältester Peter Jobes den Gottesdienst in der Gemeinde Stolberg, und spendete anschließend den Segen zur silbernen Hochzeit der Eheleute Iris und Karl Au.


Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Gemeinde das Lied Nr. 375 Blicke nur auf Jesum aus dem Neuapostolischen Gesangbuch. Grundlage der Predigt war der für neuapostolische Christen bedeutende Aufruf zur Buße aus dem 9. Vers des 3. Kapitels des zweiten Petrus-Briefes: "Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde."
Einleitend bemerkte der Bezirksälteste Jobes, dass er sich in der Vorbereitung lange mit dem für eine Silberhochzeit scheinbar unpassenden Charakter des, dem Gottesdienst zu Grunde liegenden Bibelwortes, befasst habe. Diesen Spannungsbogen aufklärend, erinnerte er daran, dass der Gläubige auch diesen Gottesdienst in erster Linie um des Wortes Gottes willen, und um des Heiligen Abendmahles willen besucht.

Das Bußwort aus dem zweiten Petrus Brief auslegend, unterstrich der Bezirksvorsteher die Gültigkeit dieses Wortes in der heutigen Zeit: Das bis jetzt noch nicht Eintreten der Verheißung von der Wiederkunft Jesu Christi würde bedeute nicht, dass diese Verheißung nicht immer noch gelte. Bis zum Eintreten der Verheißung seien wir zu "ständiger Buße", d.h. zur Hinwendung zu Gott aufgerufen. Im folgenden nannte der Älteste vier Dimensionen der Buße:

  • Jeder gläubige Christ solle ein unbedingtes Vertrauen in die Führung Gottes haben, und sei dazu aufgerufen zu prüfen ob sich dieses Vertrauen auch in Entscheidungen seines Alltagslebens zeige.
  • Als zweites wurde die geschwisterliche Liebe genannt, und dazu aufgerufen diese zu üben. Dazu gab der Bezirksälteste den Rat, doch nicht danach zu fragen wie der andere einem selbst in Liebe dienen kann sondern zu überlegen, wie man selbst Nächstenliebe praktizieren kann.
  • Der dritte Punkt war die Hoffnung auf die Erfüllung der Verheißung der Wiederkunft Jesu Christi,
  • und als vierte Dimension der Buße nannte der Bezirksälteste die Suche nach dem Frieden Gottes, und die daraus resultierende Zufriedenheit und die tief empfundene Freude am Werk Gottes teilzuhaben.

Schon an diesen wenigen Punkten würde klar werden, ergänzte dazu anschließend der Evangelist Dietmar Jobes, dass Buße eine Lebensaufgabe sei, der man nicht immer voll gerecht würde. Um so schöner sei es, das Gott mit uns Geduld habe. Diese Schönheit der Geduld Gottes illustrierend, verglich er die Situation der Gläubigen, die auf die Erfüllung der Verheißung von der Wiederkunft Jesu Christi warten, mit der Vorbereitungsphase einer Prüfung, in der man sich immer mehr Zeit wünsche. Diese zusätzliche Vorbereitungszeit, die der Gläubige durch Gottes Gnade habe, dürfe einem nicht zu lang werden.

Zur Spendung des Segens zu silbernen Hochzeit zitierte der Bezirksälteste, auf die 25 Jahre Ehe zurück blickend das Bibelwort aus Weisheit 18,3: "Dagegen gabst du den Deinen eine feurige Säule, die ihnen den unbekannten Weg wies und ihnen eine unschädliche Sonne war auf jener ruhmvollen Wanderung". Für die kommende Zeit gab er ihnen das Wort aus 5. Mose 28, 8 mit auf den Weg: "Der Herr wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst, und wird dich segnen in dem Land, das dir der Herr dein Gott, gegeben hat."

Michael Fleck